Während des Repetitoriums und in der freien Lernphase: Fälle lösen, Karteikarten wiederholen und aus Klausurfehlern lernen. Mit einem freien Sonntag und freien Abenden.
Lernplan-Empfehlung von Lilli von Juratorium · Stand: 4. Oktober 2026
Dein Lernplan soll zu deinem Alltag passen. Diese Vorschläge verbinden Fallarbeit, Wiederholung und Klausurtraining. Sie dienen zur Orientierung und sind keine Erfolgsgarantie. Finde heraus, welche Aufteilung dir hilft. Passe die Blöcke an deinen Alltag an. Du musst die Vorlage nicht um jeden Preis erfüllen.
Schwierige Karten vom Vortag und anstehende Wiederholungen ansehen.
2Fall selbst lösen
Sachverhalt lesen und eine eigene Lösungsskizze entwickeln.
3Fehler verstehen
Skizze mit der Lösung vergleichen und offene Fragen klären.
4Gezielt festigen
Passende Karteikarten lernen oder eigene Lernfragen erstellen.
5Verständnis prüfen
Wenn du möchtest: das Gelernte im KI-Übungsmodus durchsprechen.
Bevor du deinen Plan füllst
Welches Repetitorium passt zu dir?
Ein privates Repetitorium und ein Uni-Repetitorium können beide einen Rahmen für die Examensvorbereitung geben. Entscheidend für deinen Lernplan ist, wie du mit dem Unterricht und den Materialien arbeiten kannst. Rechne neben den Kursterminen immer Zeit für eigene Vorbereitung, Nachbereitung und Klausuren ein.
Schau dir Unterricht, Tempo, Fallmaterial und Rückmeldungen zu Klausuren an. Vergleiche auch Kosten und tatsächliche Kurszeiten. Ein passender Kurs nimmt dir die eigene Fallarbeit nicht ab.
Universitäre Angebote als Beispiele
Die Universität zu Köln bietet einen kostenfreien Examens- und Klausurenkurs mit Korrektur und Besprechung. Das unirep der Universität Münster verbindet fallbezogene Wiederholung mit Klausurenkursen. Prüfe für deinen eigenen Plan immer den aktuellen Kurskalender.
Lernplan 1 · Während des Repetitoriums
Dein Lernplan mit Rep
Im Beispiel besuchst du Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils einen vierstündigen Kursblock inklusive Kurspausen. Der Fokus liegt darauf, die Inhalte aus dem Rep zu verstehen, sorgfältig nachzubereiten und schon aktiv zu wiederholen. Samstags schreibst du eine Übungsklausur aus Zivilrecht, Strafrecht oder Öffentlichem Recht. Das Fach richtet sich nach deinem Klausurenkurs. Die Fächer und Kurstermine tauschst du gegen deinen tatsächlichen Rep-Plan aus.
Tagesabschnitte zuerst. Deinen Start und Feierabend bestimmst du selbst.
Die freien Lernblöcke sind Zeitfenster mit kurzen Pausen, keine durchgehende Netto-Lernzeit. Teile sie so auf, dass du konzentriert arbeiten kannst. Beim Klausurtraining läuft die fünfstündige Bearbeitungszeit weiter, auch wenn du kurz pausierst.
Lernplan während des Repetitoriums mit flexiblen Tagesabschnitten. Beispiel-Uhrzeiten sind optional einblendbar; die Darstellung ist nicht maßstabsgetreu.
Lerngruppe optionalEinmal pro Woche gemeinsam lernenKurze Fallskizzen und Lösungswege mit Kommilitonen vergleichen. Ersetzt den optionalen KI-Abschluss.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du den Stundenplan seitlich bewegen. Die Blöcke sind eine Orientierung, nicht maßstabsgetreu. Verschiebe sie passend zu deinem Kursplan und deinem Lernrhythmus.Die eingeblendeten Zeiten zeigen nur ein Beispiel; die Samstagsklausur läuft dabei von 09:00 bis 14:00 Uhr. Die Klausur dauert in beiden Ansichten fünf Stunden; danach ist frei.
Sonntag frei
Ein Lernplan braucht auch Zeit ohne Jura. Nach der Samstagsklausur ist Feierabend. Sonntag bleibt frei für Freunde, Sport, Hobbys und Erholung. Auch unter der Woche ist der Abend für dein Leben außerhalb von Jura da.
Nicht nur zuhören
Vorbereiten, nacharbeiten, wiederholen
Vor dem Rep
Wenn der Sachverhalt vorher verfügbar ist: lesen, Probleme markieren und selbst skizzieren. Gehe auch mit einer unvollständigen Skizze in den Kurs. Gibt es noch keinen Fall, aktiviere das angekündigte Thema.
Nach dem Rep
Erst eine Pause. Vergleiche dann deine Lösung mit der besprochenen Lösung: Was fehlte? Welche Begründung war anders? Kannst du den Aufbau selbst erklären?
Zum Thema lernen
Wiederhole passende Karten. Erstelle bei Bedarf eigene Fragen aus deinen Notizen. Am nächsten Morgen schaust du die schwierigen Punkte nochmals an.
Wenn der Kurs drei statt vier Stunden dauert oder an anderen Tagen stattfindet, verschiebe die Blöcke. Streiche dafür nicht automatisch jede Pause. Die Wochenplanung soll dein Lernen unterstützen, nicht zusätzlichen Druck erzeugen.
Lernplan 2 · Freie Lernphase nach dem Rep
Dein Lernplan in A/B-Wochen
Für die intensive freie Lernphase kurz vor den schriftlichen Prüfungen empfehle ich nach Möglichkeit zwei Übungsklausuren pro Woche. Samstags schreibst du eine Zivilrechtsklausur. Mittwochs wechselst du zwischen Öffentlichem Recht in der A-Woche und Strafrecht in der B-Woche. Montag und Freitag lernst du Zivilrecht, Donnerstag Öffentliches Recht. Dienstag ist in der A-Woche Strafrecht, in der B-Woche Öffentliches Recht. Nach dem Rep vertiefst und wiederholst du dein Wissen weiter. Gleichzeitig bekommen Klausurtraining und sorgfältige Nachbereitung mehr Gewicht. Beide Klausuren zählen als Lerntage mit. Das ist eine Orientierung, keine feste Vorgabe. Passe die Termine und den Umfang an deinen Klausurenkurs und deine Belastbarkeit an.
Warum drei, zwei, eins?
Der Vorschlag orientiert sich an drei Zivilrechts-, zwei Öffentliches-Recht- und einer Strafrechtsklausur. Diese Verteilung gilt beispielsweise in NRW (§ 10 Abs. 2 JAG NRW) und Hamburg. Prüfe dein Bundesland: In Berlin und Brandenburg sind es beispielsweise sieben Klausuren, verteilt auf drei Zivilrechts-, zwei Strafrechts- und zwei Öffentliches-Recht-Klausuren. Die Klausurverteilung deines Bundeslandes kann dir bei deiner längerfristigen Planung helfen. Sie ist keine gesetzliche Lernzeitvorgabe und muss nicht in jeder einzelnen Woche abgebildet werden. In dieser freien Planvorlage zählt der Samstag als Zivilrechtstag. Zusammen mit Montag und Freitag sind das drei Tage Zivilrecht. Die übrigen Tage verteilen sich durch den Fachwechsel am Dienstag und Mittwoch auf zwei Tage Öffentliches Recht und einen Tag Strafrecht. Passe die Fachrotation an deinen Klausurenkurs, deine Schwächen und deine verfügbare Zeit an.
Uhrzeiten sind eine mögliche Einteilung, keine Vorgabe.
Die freien Lernblöcke sind Zeitfenster mit kurzen Pausen, keine durchgehende Netto-Lernzeit. Teile sie so auf, dass du konzentriert arbeiten kannst. Beim Klausurtraining läuft die fünfstündige Bearbeitungszeit weiter, auch wenn du kurz pausierst.
Vor der ZivilrechtsklausurFehlersammlung ansehenGesetzestexte bereitlegen und wichtige Hinweise aus deiner Fehlersammlung erinnern.
Lernfreie ZeitSonntag ist frei.Freunde treffen, Hobbys leben oder einfach nichts vorhaben. Du musst heute nichts aufholen.
Vormittags09:00 bis 12:00
FallarbeitZivilrechtsfall skizzierenFall selbst auswählen. Eigene Lösung entwickeln, erst danach nachsehen.
FallarbeitStrafrechtsfall skizzierenFall selbst auswählen. Aufbau und Schwerpunkte selbst erarbeiten.
A-WocheÖffentliches Recht: KlausurFünf Stunden · Beispiel: 09:00 bis 14:00. Danach Bearbeitung beenden und abgeben.
FallarbeitÖffentliches-Recht-Fall skizzierenEigene Lösung entwickeln und anschließend nachbereiten.
FallarbeitZivilrechtsfall skizzierenEigene Lösung entwickeln und anschließend nachbereiten.
Jeden SamstagZivilrechtsklausurFünf Stunden schreiben. Nur zugelassene Gesetzestexte. Danach abgeben, auch unvollständig.
Mittags12:00 bis 13:00
PauseEssen, bewegen, abschalten.
PauseEssen, bewegen, abschalten.
PauseEssen, bewegen, abschalten.
PauseEssen, bewegen, abschalten.
Früher Nachmittag13:00 bis 14:00
Skizze nachbereitenMit der Falllösung vergleichen, Lücken erklären und Fehler notieren.
Skizze nachbereitenMit der Falllösung vergleichen, Lücken erklären und Fehler notieren.
Skizze nachbereitenMit der Falllösung vergleichen, Lücken erklären und Fehler notieren.
Skizze nachbereitenMit der Falllösung vergleichen, Lücken erklären und Fehler notieren.
Nachmittags14:00 bis 15:30
Zivilrechtsklausur nacharbeitenSobald Lösung oder Korrektur vorliegt, Fehler auswerten und die Fehlersammlung ergänzen. Sonst offene Fragen im heutigen Zivilrechtsfall.
Mittwochsklausur nacharbeitenSobald die Lösung vorliegt, Fehler auswerten und die Fehlersammlung ergänzen. Auch eine frühere Klausur ist möglich. Sonst Puffer.
Lerngruppe optionalEinmal pro Woche gemeinsam lernenKurze Fallskizzen und Lösungswege mit Kommilitonen vergleichen. Ersetzt den optionalen KI-Abschluss.
Vor der ZivilrechtsklausurFehlersammlung ansehenGesetzestexte bereitlegen und wichtige Hinweise aus deiner Fehlersammlung erinnern.
Lernfreie ZeitSonntag ist frei.Freunde treffen, Hobbys leben oder einfach nichts vorhaben. Du musst heute nichts aufholen.
Vormittags09:00 bis 12:00
FallarbeitZivilrechtsfall skizzierenFall selbst auswählen. Eigene Lösung entwickeln, erst danach nachsehen.
FallarbeitÖffentliches-Recht-Fall skizzierenFall selbst auswählen. Aufbau und Schwerpunkte selbst erarbeiten.
B-WocheStrafrecht: KlausurFünf Stunden · Beispiel: 09:00 bis 14:00. Danach Bearbeitung beenden und abgeben.
FallarbeitÖffentliches-Recht-Fall skizzierenEigene Lösung entwickeln und anschließend nachbereiten.
FallarbeitZivilrechtsfall skizzierenEigene Lösung entwickeln und anschließend nachbereiten.
Jeden SamstagZivilrechtsklausurFünf Stunden schreiben. Nur zugelassene Gesetzestexte. Danach abgeben, auch unvollständig.
Mittags12:00 bis 13:00
PauseEssen, bewegen, abschalten.
PauseEssen, bewegen, abschalten.
PauseEssen, bewegen, abschalten.
PauseEssen, bewegen, abschalten.
Früher Nachmittag13:00 bis 14:00
Skizze nachbereitenMit der Falllösung vergleichen, Lücken erklären und Fehler notieren.
Skizze nachbereitenMit der Falllösung vergleichen, Lücken erklären und Fehler notieren.
Skizze nachbereitenMit der Falllösung vergleichen, Lücken erklären und Fehler notieren.
Skizze nachbereitenMit der Falllösung vergleichen, Lücken erklären und Fehler notieren.
Nachmittags14:00 bis 15:30
Zivilrechtsklausur nacharbeitenSobald Lösung oder Korrektur vorliegt, Fehler auswerten und die Fehlersammlung ergänzen. Sonst offene Fragen im heutigen Zivilrechtsfall.
Mittwochsklausur nacharbeitenSobald die Lösung vorliegt, Fehler auswerten und die Fehlersammlung ergänzen. Auch eine frühere Klausur ist möglich. Sonst Puffer.
Lerngruppe optionalEinmal pro Woche gemeinsam lernenKurze Fallskizzen und Lösungswege mit Kommilitonen vergleichen. Ersetzt den optionalen KI-Abschluss.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
FeierabendHobbys & FreundeSport, rausgehen, Leute treffen oder entspannen. Kein Pflichtlernen.
A-Woche. Mittwoch Öffentliches Recht, Samstag Zivilrecht. Zwei Klausuren pro Woche als Empfehlung. Sonntag frei.
B-Woche. Mittwoch Strafrecht, Samstag Zivilrecht. Zwei Klausuren pro Woche als Empfehlung. Sonntag frei.
Zwei Klausuren pro Woche sind hier eine Empfehlung für die intensive freie Lernphase nach dem Rep, keine Pflicht. Die Aufteilung mit Zivilrecht am Samstag und dem Fachwechsel am Mittwoch ist kein aktueller Kursplan einer bestimmten Universität. Übernimm die tatsächlichen Termine und Abgaberegeln deines Klausurenkurses. Probiere aus, welche Fachwechsel und Wiederholungsblöcke zu dir passen. Schütze die Nachbereitung und reduziere den Umfang, wenn die Belastung für dich zu hoch ist.
Deine Vorlage
Du kannst mit Karten oder mit einer Lösungsskizze starten. Entscheidend ist der Wechsel aus eigener Anwendung, Nachbereitung und Wiederholung. Nicht das minutengenaue Abhaken.
Eigene Themenrotation · NRW
Welche Themen passen in deine A/B-Woche?
Eine mögliche Wiederholungsrunde für bereits erarbeiteten Stoff. Pro Block wählst du einen konkreten Teilbereich oder Fall. Nicht das ganze Rechtsgebiet auf einmal.
Alternative Themenbelegung der freien Lernblöcke in A- und B-Woche.
Jeden SamstagZivilrechtsklausurFünf Stunden schreiben. Nur zugelassene Gesetzestexte. Danach abgeben, auch unvollständig.
Lernfreie ZeitSonntag ist frei.Zeit für Freunde, Hobbys und Erholung.
Mittags ist Pause; danach folgt die Nachbereitung des Falls oder einer verfügbaren Klausurrückmeldung.Beispiel: 12:00 bis 13:00 Uhr Pause, 13:00 bis 14:00 Uhr Nachbereitung. Klausurtage laufen im Beispiel durchgehend 09:00 bis 14:00 Uhr. Vor jeder Klausur siehst du kurz in deine Fehlersammlung. Bei der Nachbereitung ergänzt du neue Fehler und offene Fragen. Die optionalen Lerngruppen aus dem Wochenplan bleiben bestehen. An Klausurtagen bleiben fünf Stunden Schreibzeit. Samstag danach und Sonntag frei.
Alternative Themenbelegung, kein Zusatzpensum. Wenn Klausurnachbereitung oder ein schwieriger Fall länger dauert, verschiebe einen Block. Die nächste Runde nutzt andere Unterthemen und Delikte. Zwei Wochen bedeuten nicht, dass du den gesamten Stoff beherrschst.
Stoffübersicht · NRW · geprüft am 3. Oktober 2026
Pflichtfachgebiete nach § 11 JAG NRW
Diese Lernübersicht erfasst die Fachgruppen aus § 11 Abs. 2 und die Bezüge aus Abs. 3. Sie ist kein vollständiger Einzelnormkatalog. Der genaue Umfang, Ausnahmen und die verlangte Tiefe ergeben sich aus § 11 JAG NRW in der amtlichen Fassung. Bei Kenntnissen im Überblick stehen Systematik, wesentliche Normen und Rechtsinstitute im Vordergrund.
NRW-Vorlage für die staatliche Pflichtfachprüfung. In anderen Bundesländern prüfst du den dortigen Stoffkatalog. Dein Schwerpunktbereich benötigt zusätzliche Planung.
Hake ab, welche Gebiete du in deine Planung aufnehmen möchtest. Diese Checkliste dient zur Orientierung und speichert keinen Lernplan in deinem Juratorium-Konto. Für deinen gespeicherten Wochenplan nutze den individuellen Lernplan in der App.
25 Stoffbereiche für deine Themenplanung
Zivilrecht
Strafrecht
Öffentliches Recht
Fachübergreifend
Lege pro Gebiet Unterthemen, einen Fall und die nächste Wiederholung fest. Lernfortschritt und Fehlersammlung bestimmen, wo du länger bleibst. Vergiss die fachübergreifenden Bezüge nicht; sie begleiten die Fallarbeit.
Eine weitere Möglichkeit
Lieber in Themenblöcken lernen?
Wenn dir häufige Fachwechsel nicht liegen, kannst du die freien Fall- und Wiederholungsblöcke bündeln. Zum Beispiel zuerst eine Woche mit Zivilrechts-Schwerpunkt, danach eine Woche mit Strafrecht und Öffentlichem Recht. Innerhalb dieser Woche teilst du deine verfügbaren Lernblöcke zwischen beiden Fächern auf.
Woche 1: Zivilrecht
Die freien Lernblöcke nutzen, um ein zusammenhängendes Thema aufzubauen und mehrere passende Fälle zu skizzieren. Schwierige Karten anderer Fächer kurz weiter wiederholen.
Woche 2: Strafrecht & Öffentliches Recht
Die freien Blöcke zwischen den beiden Fächern aufteilen. Bei anderer Klausurplanung sind auch drei Lerntage je Fach denkbar. Übungsklausuren zählen dabei mit.
Eine reine Fachwoche lässt sich nicht unverändert mit der hier vorgeschlagenen Zivilrechtsklausur am Samstag und der wechselnden Klausur am Mittwoch verbinden. Behalte deine echten Klausurtermine bei und passe die übrigen Blöcke an. Sonntag bleibt in beiden Varianten frei.
Für eine Vorbereitung vollständig ohne Rep brauchst du zusätzlich einen vollständigen Themenplan. Die freie Lernphase nach dem Rep ist nicht automatisch dasselbe: Dort knüpfst du an bereits erarbeitete Inhalte an.
Auch unter der Woche leben
Dein Abend gehört nicht nur dem Examen
Plane Zeit für Sport, Hobbys und deine Freunde ein. Nicht erst am Sonntag. Ein voller Lerntag muss nicht noch in einen Lernabend übergehen. Die freie Zeit ist ein eigener Teil des Plans, keine Reserve, die du jeden Tag mit Stoff füllst.
Der KI-Übungsmodus ist ein freiwilliges Extra. Du kannst ihn kurz nutzen, wenn du Lust hast, oder ganz weglassen. Du musst nicht erst alle offenen Karten erledigen, bevor du Feierabend machen darfst.
Gemeinsam lernen · wenn es dir hilft
Optional: ein Fall in deiner Lerngruppe
Wenn du gern mit anderen lernst, kannst du einen kurzen Fall oder eine ausgewählte Frage mit Kommilitonen durchsprechen. Bereitet vorher jeweils eine eigene Lösungsskizze vor. Vergleicht dann Aufbau und Begründungen. Wo geht ihr unterschiedlich vor und welche Frage ist noch offen?
Eine Lerngruppe kann einmal pro Woche sinnvoll sein, sowohl während des Reps als auch in der freien Lernphase danach. Im Plan steht sie optional am Donnerstagabend und ist in Gold markiert. Sie ersetzt dort den optionalen KI-Übungsmodus und ist kein zusätzlicher Pflichtblock. Wähle einen Termin und eine Dauer, die euch passen. Danach bleibt Zeit für Freunde, Hobbys und Feierabend. Wenn du lieber allein lernst, lässt du die Lerngruppe weg.
Klausurtraining gehört zum Lernplan
Fünf Stunden schreiben. Dann abgeben.
Meine Empfehlung für eine fünfstündige Übungsklausur: Stelle dir einen Timer und versuche, in dieser Zeit eine vollständige Lösung zu schreiben. Nach fünf Stunden beendest du die Bearbeitung und gibst deinen Stand ab, auch wenn du noch nicht fertig bist. So siehst du neben Wissenslücken auch, wo du beim Lesen, Skizzieren oder Ausformulieren zu viel Zeit brauchst.
Am Anfang kannst du beim Lernen noch einzelne Punkte nachschlagen. Kennzeichne solche Arbeiten als Lernklausuren. Versuche aber möglichst bald, eine vollständige Klausur unter Prüfungsbedingungen zu schreiben: nur mit den zugelassenen Gesetzestexten, ohne Musterlösung, Skripte, eigene Lernnotizen oder KI-Hilfe.
Für das Training unter Realbedingungen gilt: fünf Stunden konzentriert bearbeiten, anschließend beenden und abgeben, auch unvollständig. Beachte die Vorgaben deines Klausurenkurses zu Hilfsmitteln, Bearbeitungsdauer und Abgabe. Ist dir für die Prüfung eine abweichende Bearbeitungszeit bewilligt, orientiere dein Training daran. Während des Reps kann die Samstagsklausur aus Zivilrecht, Strafrecht oder Öffentlichem Recht kommen. In der freien Lernphase nach dem Rep sieht diese Vorlage nach Möglichkeit zwei Klausuren pro Woche vor. Samstags schreibst du Zivilrecht, mittwochs abwechselnd Öffentliches Recht und Strafrecht. Diese Aufteilung ist eine Empfehlung, kein allgemeiner Pflichtplan.
Plane die Nachbereitung genauso verbindlich wie das Schreiben. In der freien Lernphase bietet sich Montag für die Zivilrechtsklausur vom Samstag an. Donnerstag ist für die wechselnde Mittwochsklausur aus Öffentlichem Recht oder Strafrecht vorgesehen. Während des Reps arbeitest du am Montag eine zurückgegebene Klausur nach, unabhängig vom Rechtsgebiet. Nutze die Blöcke erst, wenn Lösung oder Rückmeldung vorliegen. Du kannst dabei auch eine Klausur aus einer früheren Woche nacharbeiten. Ist noch nichts verfügbar, bleibt Zeit für den heutigen Fall oder offene Fragen.
Fehler sind wertvolle Lernhinweise
Deine Fehlersammlung fürs Jura-Examen
Eine Übungsklausur muss nicht perfekt sein. Auch eine schwache Klausur kann dir wertvolle Hinweise geben. Gerade eine falsche Lösung zeigt, was noch nicht sitzt. Der hilfreiche Schritt kommt danach. Verstehe den Fehler, notiere seine Ursache und übe genau den Punkt, der dir gefehlt hat. Ziel ist, bekannte Fehler im Examen möglichst nicht noch einmal zu machen. Eine fehlerfreie Prüfung garantiert das nicht.
So legst du deine Fehlersammlung an
Beginne mit einem einfachen Word-Dokument oder deinen eigenen Notizen. Notiere zu jeder Klausur das Datum, das Rechtsgebiet und die betroffene Stelle. Halte fest, was du geschrieben hast, was daran nicht gepasst hat und wie du es beim nächsten Mal besser lösen möchtest. Nutze die besprochene Lösung und die Korrektur als Grundlage. Ein Eintrag wie „Strafrecht lief schlecht“ ist wenig greifbar. „Bei der Abgrenzung von Vorsatz und Fahrlässigkeit habe ich die Tatsachen nicht ausreichend ausgewertet“ gibt dir eine konkrete Aufgabe.
Ordne den Fehler ein
Gutachtenstil und Aufbau. Habe ich eine Frage nur mit einem Ergebnis beantwortet, obwohl eine Begründung nötig gewesen wäre? Fehlt der Obersatz oder habe ich die Prüfungsschritte durcheinandergebracht? Notiere den betroffenen Schritt und formuliere ihn noch einmal sauber.
Rechtliche Würdigung und Subsumtion. Habe ich eine unpassende Norm gewählt, ein Merkmal falsch verstanden oder die Tatsachen nicht auf die Voraussetzungen bezogen? Halte nicht nur die richtige Lösung fest. Erkläre auch, weshalb dein eigener Ansatz hier nicht trägt.
Wissenslücken. Kannte ich die Voraussetzung nicht oder habe ich mir eine Regel ausgedacht, weil mir das Wissen fehlte? Sei dabei ehrlich. Markiere das konkrete Thema, arbeite die Grundlagen nach und prüfe dein Verständnis an einer Karteikarte und einem weiteren Fall.
Auslegung und Argumentation. Habe ich eine Behauptung aufgestellt, ohne sie zu begründen? War mir unklar, wie Wortlaut, Systematik, Entstehungsgeschichte oder Sinn und Zweck helfen können? Suche dir den schwierigen Argumentationsschritt heraus und arbeite ihn an der besprochenen Lösung nach. Entscheidend ist nicht nur, eine Methode zu nennen, sondern ihren Bezug zur konkreten Frage zu erklären.
Sachverhalt und Zeitmanagement. Habe ich eine wichtige Angabe überlesen, einen Schwerpunkt falsch gesetzt oder zu lange an einer Nebenfrage gearbeitet? Solche Fehler brauchen nicht automatisch mehr Stofflernen. Vielleicht helfen ein bewusster zweiter Blick in den Sachverhalt, eine klarere Skizze oder ein Zeitlimit für einzelne Arbeitsschritte. Ein Fehler kann auch zu mehreren Kategorien passen.
Mach aus dem Eintrag eine nächste Lernaufgabe
Ergänze zu jedem Eintrag eine konkrete Aufgabe und einen Zeitpunkt für die nächste Kontrolle. Zum Beispiel die Anspruchsreihenfolge wiederholen, eine Subsumtion neu formulieren oder einen kurzen Fall zur offenen Frage lösen. Schreibe nicht die gesamte Musterlösung ab. Beschränke dich auf den Punkt, der dir wirklich gefehlt hat. Ergänze dein Dokument bei jeder Klausurnachbereitung und sieh vor der nächsten Klausur kurz die wichtigsten Einträge an. Wenn ein Fehler wieder auftaucht, bleibt er sichtbar und bekommt eine neue Übung.
KI kann dir beim Ordnen helfen
Du kannst KI nutzen, um deine eigenen Fehlernotizen übersichtlicher zu formulieren und nach Fehlerarten oder Rechtsgebieten zu ordnen. Bitte sie zum Beispiel darum, zwischen Wissenslücke, Aufbau, Subsumtion, Auslegung und Zeitproblem zu unterscheiden und für jeden Eintrag eine nächste Lernaufgabe vorzuschlagen. Gib nur eigene Notizen ohne personenbezogene Angaben hinein. Prüfe die Einordnung und jede rechtliche Aussage an der Korrektur, der besprochenen Lösung und verlässlichen Lernmaterialien. KI kann Fehler machen und ersetzt keine fachliche Rückmeldung.
Du musst die Sammlung nicht komplett in einem einzigen Werkzeug führen. Das Word-Dokument kann deine Übersicht bleiben. Aus den rechtlichen Fragen erstellst du bei Juratorium unter deinen eigenen Lernmaterialien einen eigenen Karteikartensatz. Ergänze ihn regelmäßig und wiederhole die schwierigen Karten gezielt. So kannst du deine Fehlersammlung auch aktiv durchgehen, statt sie nur immer länger werden zu lassen.
1. Fehler festhalten
Ergänze die Fehlersammlung bei jeder Klausurnachbereitung. Was habe ich übersehen, falsch eingeordnet oder nicht zu Ende geprüft? Notiere eine konkrete Stelle statt nur „Zivilrecht kann ich nicht“.
2. Ursache zuordnen
Fehlendes Wissen, falscher Aufbau, schwache Begründung, ungenaues Lesen oder Zeitproblem? Nicht jeder Fehler ist eine neue Wissenslücke.
3. Eigene Karteikarten erstellen
Wähle eine passende Karte oder formuliere aus dem Fehler eine eigene Lernfrage. Erstelle dazu bei Juratorium eigene Karteikarten und löse einen ähnlichen Fall oder Prüfungsschritt noch einmal selbst.
4. Wieder kontrollieren
Schwierige Punkte am nächsten Morgen wiederholen. Vor der nächsten Klausur kurz die wichtigsten Einträge deiner Fehlersammlung ansehen.
Fehler. Ich habe das Verschulden nicht geprüft. Nach der Feststellung einer Eigentumsverletzung habe ich einen Anspruch bejaht, ohne zu untersuchen, ob die Person vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat.
Ursache. Ich hatte die Voraussetzungen des Anspruchs nicht vollständig auf dem Schirm. Vorsatz oder Fahrlässigkeit habe ich als eigenen Prüfungspunkt übersehen.
Nächster Schritt. § 823 Abs. 1 BGB aufmerksam lesen und das Prüfungsschema wiederholen. Die Karteikarten zu den Anspruchsvoraussetzungen und zum Verschulden lernen. Anschließend einen neuen Fall zu § 823 Abs. 1 BGB skizzieren und die einzelnen Voraussetzungen anhand des Sachverhalts prüfen.
Kontrolle. In der nächsten Klausur bewusst prüfen, ob ich alle Anspruchsvoraussetzungen behandelt habe. Beim Verschulden nicht nur das Ergebnis nennen, sondern erklären, welche Tatsachen für oder gegen Vorsatz oder Fahrlässigkeit sprechen.
Aus Fehlern eigene Lernmaterialien machen
Halte den schwierigen Punkt in eigenen Worten fest und erstelle unter deinen eigenen Lernmaterialien bei Juratorium eine kurze Karteikarte dazu. Frage nicht nur nach dem Ergebnis, sondern auch nach dem richtigen Aufbau oder der entscheidenden Begründung. Prüfe die Antwort an der besprochenen Lösung und wiederhole die Karte gezielt. So verbindest du Klausurnachbereitung, Fehlersammlung und die nächste Wiederholung.
Die Fehlersammlung ist hier eine Lernmethode. Eine automatische Klausurauswertung durch Juratorium wird damit nicht versprochen.
Nicht schönreden. Gezielt weiterlernen
Nutze den Lernfortschritt deiner Karteikarten
Bewerte bei Juratorium ehrlich, wie leicht oder schwer dir eine Karte fällt. Du lernst nicht für eine schöne Fortschrittsanzeige. Eine ehrliche Rückmeldung hilft dir, zu erkennen, welche Bereiche schon sicherer sind und wo du nacharbeiten möchtest.
Schau regelmäßig in deinen Lernfortschritt: Welche Themen fallen dir noch schwer? Welche Karten konntest du nur mit Hilfe beantworten? Setze dort einen gezielten Wiederholungsblock. Prüfe zusätzlich am Fall, ob du das Wissen tatsächlich anwenden kannst. Eine leichte Karte allein ist noch keine gelöste Klausur.
Wiederhole morgens auch die schwierigen Themen vom Vortag, selbst wenn heute ein anderes Fach geplant ist. Ergänze gezielte Schwächenarbeit durch gemischte Karten aus verschiedenen Themenbereichen. Halte einen Themenüberblick daneben, damit weniger vertraute Gebiete nicht dauerhaft untergehen.
Schau dabei vom Rechtsgebiet bis zur einzelnen Karte. Die Kreise geben dir einen Überblick über Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht sowie einzelne Gebiete wie BGB AT. Darunter zeigen Balken die Themen, zum Beispiel Stellvertretung. Die farbigen Markierungen der einzelnen Karten helfen dir, offene Fragen wiederzufinden. Im Beispiel bezeichnet der Prozentwert den Anteil bearbeiteter Karten. Er ist keine Aussage darüber, wie viel du sicher beherrschst. Eine mit „Falsch“ oder „Schwer“ bewertete Karte braucht weiter Aufmerksamkeit.
Dein Lernfortschritt im Überblick
Beispieldaten
1. Rechtsgebiete vergleichen
Zivilrecht
75 %
60 von 80 Karten bearbeitet
Strafrecht
40 %
20 von 50 Karten bearbeitet
Öffentliches Recht
60 %
36 von 60 Karten bearbeitet
2. BGB AT und seine Themen ansehen
80 %
BGB AT16 von 20 Karten bearbeitet
Stellvertretung60 %
6 von 10 Karten bearbeitet
Willenserklärung100 %
10 von 10 Karten bearbeitet
3. Einzelne Karten gezielt wiederholen
Voraussetzungen der StellvertretungBGB AT, Stellvertretung, zuletzt bewertet
Vereinfachte Illustration mit frei gewählten Beispieldaten, kein Screenshot und kein persönlicher Lernstand. Die Kartenzahlen sind keine Angaben zum Umfang der Juratorium Kartensätze. Der Prozentwert zeigt in diesem Beispiel bearbeitete Karten, nicht sichere Kenntnisse oder eine voraussichtliche Examensnote.
Für deinen nächsten Lernblock wählst du zum Beispiel zuerst die als „Falsch“ oder „Schwer“ bewerteten Fragen aus. Verbinde sie mit deiner Fehlersammlung und einem passenden Fall. Lass Themen mit niedrigem Fortschritt nicht dauerhaft liegen. Bewerte jede Karte ehrlich mit „Falsch“, „Schwer“, „Gut“ oder „Einfach“.
Wähle in Juratorium die passenden Lernmaterialien für deinen heutigen Fall. Die Rechtsgebiete im Plan sind Einstiegspunkte; die konkrete Themenauswahl richtest du nach deinem Rep, deinen Klausuren und deinem Lernfortschritt aus.
Fasse einen schwierigen Punkt in eigenen Worten zusammen und erstelle daraus bei Juratorium eigene Karteikarten, manuell oder KI-unterstützt aus deinen Notizen. Prüfe die Inhalte, bevor du mit ihnen lernst. Nutze kurze Fragen statt die gesamte Musterlösung auf eine Karte zu schreiben.
Nach der Fallarbeit und den Karteikarten kannst du ein Thema im Übungsmodus des Juratorium-KI-Trainers durchsprechen. Orientiere dich bei deinen Erklärungen an den Fragen, die du gerade wiederholt hast. Erkläre den Aufbau und deine Begründung mit eigenen Worten. Nutze Rückfragen, um offene Zusammenhänge zu erkennen und danach gezielt nachzulesen. Der KI-Trainer wird aktuell als Beta-Produkttest angeboten. KI kann Fehler machen. Prüfe rechtliche Aussagen am Gesetz und an verlässlichen Lernmaterialien.
Eine Ergänzung. Kein weiterer Pflichttermin.
Wenn du abends noch Lust hast, wähle das Thema des Tages oder einen Eintrag aus deiner Fehlersammlung. Wenn du erschöpft bist, bleibt der Block frei. Das Gespräch ersetzt weder eigene Falllösungen noch die Nachbereitung einer Klausur.
Thema auswählen. Erst die passenden Karten ansehen.
Mit eigenen Worten erklären. Im Übungsmodus auf Rückfragen eingehen.
Offene Punkte festhalten. Antworten prüfen und schwierige Karten erneut wiederholen.
Für den Beta-Test brauchst du einen registrierten Account und einen freigeschalteten Beta-Zugang. Beachte die Teilnahmehinweise und Umfragen im KI-Trainer. Gib uns anschließend Feedback zu deinem Training.
Die Registrierung ist kostenlos. Sie allein schaltet den Beta-Zugang nicht automatisch frei.
Ein Marathon, kein Sprint
Wie viele Stunden sollte ich fürs Jura-Examen lernen?
Eine feste Stundenzahl, die dich automatisch gut vorbereitet, gibt es nicht. Dein Vorwissen, die verbleibende Zeit, dein Klausurstand und deine anderen Verpflichtungen spielen mit hinein. Schau nicht nur auf die Uhr: Was kannst du nach dem Lernen selbst erklären, im Fall anwenden und später wieder abrufen?
Vier bis acht Stunden. Flexibel bleiben
Als persönliche Orientierung für einen vollen Lerntag kannst du mit einer Spanne von etwa vier bis acht Stunden konzentrierter Arbeit planen. Sechs Stunden liegen ungefähr in der Mitte dieser Spanne. Sie sind aber kein tägliches Muss und nicht für jeden Tag genau richtig. Entscheidend ist, wie lange du heute konzentriert arbeiten kannst: An manchen Tagen fällt es leichter, an anderen schwerer. Bleib flexibel und passe den Umfang an dich an; auch ein kürzerer Lerntag kann sinnvoll sein. Die Spanne ist weder eine Mindestleistung noch eine starre Obergrenze oder Erfolgsgarantie. Pausen, Wege und bloße Anwesenheit zählen nicht als konzentrierte Lernzeit.
Wie umfangreich ist diese Vorlage? Im freien Beispielplan sind an einem normalen Falltag etwa sechs Stunden Lernfenster vorgesehen, ohne den freiwilligen Abendabschluss. Im Rep-Beispiel summieren sich Kurs, Vor- und Nachbereitung sowie Karten an einem Kurstag auf etwa siebeneinhalb Stunden Zeitfenster; die Kurspausen sind darin bereits enthalten. Das ist keine gemessene Netto-Lernzeit. Wenn du weniger Zeit hast, kürze oder verschiebe die freien Blöcke. Kurszeit und Nachbereitung kommen nicht einfach zusätzlich zu einem vollen eigenen Lerntag dazu.
Ein acht- oder zehnstündiger Tag in der Bibliothek ist nicht automatisch acht oder zehn Stunden konzentriertes Lernen. Mach einen langen Tag nicht zum Maßstab für jeden anderen Tag. Die Vorbereitung dauert viele Monate: Ein tragfähiger Rhythmus mit Pausen und Feierabend ist wichtiger als ein Plan, den du nur für wenige Tage durchhältst.
Pausen gehören in die Lernsession
Plane nicht nur die Mittagspause, sondern auch kurze Unterbrechungen innerhalb längerer Blöcke ein. Du kannst zum Beispiel nach etwa einer Stunde konzentrierter Arbeit rund zehn Minuten Pause ausprobieren. Steh auf, bewege dich, trink etwas oder schau kurz aus dem Fenster. Passe Häufigkeit und Länge an deine Konzentration und die Aufgabe an. Das Beispiel ist keine feste Regel.
Eine andere Möglichkeit ist Pomodoro: eine Aufgabe festlegen, 25 Minuten konzentriert arbeiten, fünf Minuten Pause machen und nach vier Einheiten eine längere Pause einplanen. Die Universität Hamburg beschreibt diesen Rhythmus mit einer längeren 30-Minuten-Pause und lässt auch andere Zeitintervalle zu. Nutze die Methode für freie Lernblöcke, nicht zum Anhalten der Uhr in einer fünfstündigen Übungsklausur.
Jura lernen wie einen Arbeitstag. Mit Feierabend
Wenn dir diese Haltung hilft, behandle die Examensvorbereitung für diese Zeit wie deine Arbeit: Du beginnst bewusst, setzt konkrete Aufgaben, machst Pausen und hörst zu einer geplanten Zeit auf. „Heute gehe ich an meine Arbeit: Jura lernen.“ Ein solcher Tagesrahmen kann zum Beispiel neun Stunden umfassen, etwa von 08:00 bis 17:00 Uhr, inklusive Mittagspause und weiterer Pausen. Das bedeutet nicht neun Stunden konzentriertes Lernen und ist keine feste Vorgabe. Ein Arbeitstag hat auch ein Ende. Die Lernberatung der Universität Münster empfiehlt realistische Planung und einen bewusst festgelegten Feierabend.
Ein Vorschlag, kein Muss
So passt du den Lernplan an dich an
Zuerst feste Termine eintragen. Rep, Klausurenkurs und weitere Verpflichtungen.
Dann realistische Lernblöcke setzen. Wege, Arbeit und deinen eigenen Lernrhythmus berücksichtigen. Lieber Blöcke kürzen als jede freie Stunde belegen.
Nachbereitung und Puffer schützen. Lösungsskizzen und Klausuren brauchen einen zweiten Blick. Freie Zeit ist nicht automatisch Nachholzeit.
Themenüberblick behalten. Stärken, Schwächen und noch nicht behandelte Inhalte regelmäßig prüfen. Den Pflichtfachstoff anhand der aktuellen Vorgaben deines Bundeslandes abgleichen.
Freie Abende und Sonntag schützen. Plane unter der Woche Zeit für Freunde, Hobbys, Sport und Erholung ein. Der KI-Trainer ist freiwillig.
Früh anfangen oder später starten? Vielleicht passt dir ein Tagesfenster von 07:30 bis 15:00 Uhr, vielleicht eher von 10:00 bis 15:00 oder 17:00 Uhr. Diese Zeiträume enthalten Pausen und sind keine Vorgabe für Netto-Lernstunden. Wenn du morgens konzentriert bist, lege die anspruchsvolle Fallarbeit früh. Wenn du später besser arbeiten kannst und lieber länger schläfst, verschiebe die freien Blöcke. Auch ein Abendblock ist möglich; er ersetzt dann einen anderen Block und wird nicht zur zusätzlichen Nachtschicht. Finde deinen eigenen Rhythmus, behalte feste Kurstermine im Blick und plane einen wirklichen Feierabend.
Erstelle deinen individuellen Wochenplan bei Juratorium
In der App kannst du deinen eigenen Lernplan für Montag bis Sonntag erstellen und speichern. Lege jede Woche fest, wann du Fälle bearbeiten, Karteikarten wiederholen, dein Rep vorbereiten oder gemeinsam lernen möchtest. Die Zeiten bestimmst du selbst. Trage auch Pausen und freie Tage ein. Für den individuellen Lernplan brauchst du einen registrierten Account. Die Registrierung und der Lernplan sind kostenlos. Für vorbereitete Juratorium-Karteikarten gelten weiterhin die Berechtigungen deines Abos.
Die Vorlage richtet sich vor allem an die Vorbereitung auf die schriftliche staatliche Pflichtfachprüfung im ersten Examen. Schwerpunktbereich und mündliche Prüfung brauchen zusätzliche, gesonderte Planung.
Häufige Fragen
Fragen zum Jura-Lernplan fürs erste Examen
Wie viele Übungsklausuren sind im Lernplan vorgesehen?
Während des Reps ist eine Klausur am Samstag vorgesehen. Das Rechtsgebiet richtet sich nach deinem Klausurenkurs. Für die intensive freie Lernphase nach dem Rep empfehle ich nach Möglichkeit zwei Klausuren pro Woche. Samstags schreibst du Zivilrecht, mittwochs in der A-Woche Öffentliches Recht und in der B-Woche Strafrecht. Passe den Umfang an deinen Lernstand und deine Belastbarkeit an. Plane die Nachbereitung mit ein.
Muss mein Rep am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag stattfinden?
Nein. Das ist eine Beispielaufteilung. Übernimm deinen tatsächlichen Kursplan und verschiebe Vor- und Nachbereitung entsprechend.
Muss ich genau nach dieser A/B-Woche lernen?
Nein. Die A/B-Woche ist ein Vorschlag zur Orientierung und keine Erfolgsgarantie. Finde heraus, ob dir Fachwechsel oder längere Themenblöcke besser liegen. Passe den Plan an deinen Lernrhythmus an. Tatsächliche Kurszeiten, Klausurfächer und Abgaben prüfst du bei deinem Anbieter.
Soll ich feste Uhrzeiten einplanen?
Plane so, wie es zu dir passt. Hier werden zuerst Tagesabschnitte gezeigt; über die Auswahl kannst du Beispiel-Uhrzeiten einblenden. Wenn du morgens konzentrierter bist, beginne früher. Wenn du später besser arbeitest, verschiebe die freien Lernblöcke. Feste Rep- und Klausurtermine bleiben bestehen.
Wie viele Stunden muss ich täglich lernen, um gut vorbereitet zu sein?
Eine feste Zahl mit Erfolgsgarantie gibt es nicht. Vier bis acht konzentrierte Stunden können eine persönliche Planungsspanne für einen vollen Lerntag sein; sechs Stunden liegen ungefähr in deren Mitte. Das ist weder Mindestleistung noch Pflicht. Orientiere dich daran, wie lange du dich heute konzentrieren kannst und bleib flexibel. Auch kürzere Lerntage sind möglich. Berücksichtige Rep und Klausuren, plane Pausen ein und passe den Umfang an deinen Lernstand und Alltag an. Entscheidend ist auch, ob du das Gelernte im Fall anwenden kannst.
Was mache ich, wenn die Klausurlösung noch fehlt?
Arbeite eine bereits zurückgegebene Klausur nach oder nutze den Block als Puffer. Sobald Lösung und Rückmeldung vorliegen, legst du die Nachbereitung in einen der vorgesehenen Blöcke.
Muss ich abends noch den KI-Trainer nutzen?
Nein. Der Übungsmodus ist eine optionale Ergänzung. Nach einer fünfstündigen Klausur darfst du auch einfach Feierabend machen.
Kann ich den Plan für die Vorbereitung ohne Rep verwenden?
Die Fall- und Wiederholungsblöcke kannst du als Ausgangspunkt nutzen. Ohne vorheriges Rep brauchst du zusätzlich einen vollständigen Themenplan und regelmäßige Rückmeldung zu deinen Klausuren.
Dein Lernplan. Deine Fälle. Dein Fortschritt.
Wiederhole gezielt, bewerte deine Karten ehrlich und mach aus offenen Fragen deinen nächsten Lernschritt.